Name
Zusammensetzung
Farbe
Kristallform
Calcite können hunderte verschiedene Kristallformen ausbilden.
Sie sind wahre Formenzauberer.
Besonders beeindruckend ist der Doppelspat.
Er ist durchsichtig, klar und hat die Form eines Rhomboeders.
Wenn Du hindurchschaust, siehst Du alles doppelt!
Der Skalenoeder ist ebenfalls eine besondere Kristallform,
die etwas an eine Zipfelmütze erinnert.
Härte
Spaltbarkeit und Bruch
Schlägst Du mit dem Hammer auf ein Stück Calcit,
entstehen gerade und glatte Spaltstücke.
Das ist ein typisches Zeichen für eine gute Spaltbarkeit.
Manchmal erkennt man solche Spalten im Kristall.
Sie sehen aus wie Risse im Glas.Diese gute Spaltbarkeit wird in der Mineralogie als „Vollkommen“ bezeichnet.
Vorkommen
Calcit ist ein Durchläufermineral.
Das bedeutet, es ist sehr häufig und
kommt überall auf der Welt vor.
Du findest ihn oft gemeinsam mit den Mineralen
Quarz, Fluorit (Flussspat), Baryt (Schwerspat),
Galenit (Bleiglanz), Sphalerit (Zinkblende)
oder Pyrit (Katzengold). :)
Calcit ist auch Bestandteil von Gesteinen wie Marmor oder Kalkstein.
Verwendung
Calcit ist ein ganz wichtiger Rohstoff, denn
er wird bei der Herstellung von Gips und Zement benötigt.
Düngemittel können auch aus Calcit hergestellt werden.
Der Effekt der Doppelbrechung
ist für Linsen besonders wichtig.
Damit kann man Polarisationsmikroskope bauen,
um die Zusammensetzung von Gesteinen
noch genauer untersuchen zu können.
Strichfarbe
Der Calcit kann jede Farbe annehmen, aber seine Strichfarbe ist immer weiß. Wie findet man das heraus?
Dafür benötigt man eine Strichtafel. Das ist eine kleine Porzellankachel ohne Glasur, sodass sie schön rau ist. Malt man darauf mit einem Mineral einen Strich sieht man die Strichfarbe. Durch das Malen ist quasi ein Pulver des Minerals entstanden.
Man nutzt diese Bestimmungsmethode häufig, um in der Mineralogie ähnliche Minerale zu unterscheiden.
Ist die Farbe eines Minerals unterschiedlich, aber die Strichfarbe bleibt gleich, ist das Mineral fremdgefärbt. Der Calcit ist dafür ein gutes Beispiel.
Dichte
Die Dichte eines Minerals nimmt Einfluss darauf, wie schwer es ist. Das lässt sich am besten mit zwei gleich großen Bonbongläsern vergleichen: In einem Glas sind drei Bonbons und in dem anderen 100 Bonbons. Welches von Beiden ist nun schwerer? Genau, es ist das Glas mit den 100 Bonbons. Es hat eine höhere Dichte, obwohl beide Gläser von außen gleich aussehen. Bei Mineralen ist das auch so. Je höher die Dichte, desto schwerer ist das Mineral.
Der Calcit hat eine Dichte von 2,71g/cm³.
Löslichkeit
Der Calcit lässt sich in verschiedenen Flüssigkeiten lösen. In Salzsäure geht das sehr gut. Bereits ein Tropfen Salzsäure bringt den Calcit zum Schäumen.
In Wasser löst sich Calcit nur sehr, sehr langsam. Ein gutes Beispiel sind Tropfsteine. Dort ist der Calcit im Wasser gelöst und kristallisiert mit jedem Tropfen langsam aus. Tropfsteine wachsen nur 0,1-0,3 mm im Jahr. Es dauert tausende Jahre bis ein Tropfstein richtig groß gewachsen ist!