Stinke Schwefel?

Name

Was bedeutet der Name Schwefel?

Der Name lässt sich auf das lateinische Wort sulpur zurückführen. Es bedeutet Salbe. Schwefel wurde früher als Salbe bei Hautkrankheiten verwendet.
In vulkanischen Heilquellen wird schwefeliger Schlamm
auch heute noch zur Behandlung von Hautkrankheiten genutzt.

Zusammensetzung

Schwefel ist ein besonderes Mineral.
Es besteht aus dem Element Schwefel.
Bestehen Minerale nur aus einem Element,
nennt man das rein oder gediegen.

Andere gediegene Elemente sind zum Beispiel Gold, Silber oder Graphit und Diamant, die beide nur aus Kohlenstoff bestehen.

Farbe

Schwefel sieht zitronengelb aus.

Eigenschaften

Viele Menschen denken, Schwefel stinkt.
Das stimmt nicht. Reiner, gediegener Schwefel
ist geruchs- und geschmacklos.
Der schlechte Geruch wird von Schwefelverbindungen erzeugt. Dazu gehört das Gas Schwefelwasserstoff.
Es verleiht nicht nur Vulkanen ihren stinkenden Geruch,
sondern auch faulen Eiern oder einem Pups.

Wenn man Schwefel verbrennt,
entsteht eine blaue Flamme.

Härte

Schwefel ist ein weiches, sprödes Mineral.
Man kann es mit dem Fingernagel ritzen
und gut mit einem Messer zerteilen.

Vorkommen

Schwefel kommt überall auf der Erde vor:
im Boden, in der Luft, im Wasser –
sogar in Tieren und Pflanzen.

Reiner, gediegener Schwefel entsteht häufig an Vulkanen.
Besonders ergiebig sind Fumarolen.
Dort tritt aus Rissen heißes Gas aus.
Beim Abkühlen kristallisieren dann Schwefelkristalle aus.

Weil Schwefel ein reaktionsfreudiges Element ist,
bleibt er ungern allein.
Er verbindet sich mit anderen Elementen,
dabei entstehen auch verschiedene Minerale.
Dazu gehören Pyrit (Katzengold), Gips,
Galenit (Bleiglanz), aber auch viele Silberminerale
wie Freibergit und Argyrodit.

Auch in Stein- und Braunkohle ist Schwefel vorhanden.

Schwefel kommt in Haaren vor,
aber auch in Nahrungsmitteln wie Senf und Eiern.

Verwendung

Schwefel wird seit 7.000 Jahren von Menschen genutzt.
Ägypter und Chinesen verwendeten ihn
zum Bleichen von Textilien und
als Arzneimittel zur Desinfektion.

Neben fossilen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Salz und Kalk ist Schwefel der wichtigste Stoff in der chemischen Industrie. 80-90 % dieses Schwefels werden zur Herstellung von Schwefelsäure verwendet.
Der restliche Schwefel wird beispielsweise zu Schwefeldioxid, Kitt, Schwarzpulver, Schwefelfarben, Streichhölzern und Papier verarbeitet.