Ich bin Quarzi!

Name

Glück Auf!
Ich bin Quarzi und möchte Euch gerne
einiges über mich erzählen.

Mineralogen bezeichnen mich als
Tiefquarz oder α-Quarz.

Quarz heiße ich bereits seit etwa 600 Jahren.
Er wurde von den Bergleuten in
Sachsen, Polen, Böhmen (Tschechien) erdacht.
Doch was er bedeutet, das können Wissenschaftler
nicht mehr richtig nachvollziehen.
Es gibt verschiedenen Theorien:
Zwerg, geraubt, Querklufterz, böses Erz oder Warze.
All diese Übersetzungen zeigen,
dass der Quarz kein beliebtes Mineral war,
weil die Bergleute lieber wertvolle Erze finden wollten.

Farbe

Ich kann in sehr vielen verschiedenen Farben auftreten.
Jede trägt ihren eigenen Namen.

Ein farbloser, durchsichtiger Quarz heißt Bergkristall.
Ist er weiß und undurchsichtig, nennt man ihn Milchquarz.

Der Rauchquarz ist grau bis dunkelbraun.
Der Morion hingegen ist richtig schwarz.

Violetter Quarz heißt Amethyst,
gelb ist Citrin und grün der Prasem.

Nicht zu vergessen ist der rosafarbige Rosenquarz.

Hier hast Du eine Malvorlage von mir.
Male mich in einer Farbe deiner Wahl aus.
Achte aber darauf, welchen zweiten Namen
ich dann bekommen muss!

Kristallform

Quarzkristalle haben einen langen Schaft,
der aus sechs Seiten besteht.
Auf seiner Spitze befindet sich eine Pyramide.

Besondere Wuchsformen haben im Laufe der Zeit
besondere Namen bekommen.
Das funktioniert ähnlich wie bei den Farben.
Es gibt zum Beispiel Zepter-, Fenster-, Faden-, Artischocken-, ja sogar Phantomquarze.
Meine Arme und Hände sind zum Beispiel Zepterquarze.

Zusammensetzung

Ich bestehe aus den Elementen
Silizium und Sauerstoff (SiO2).

Vorkommen

Nach der Gruppe der Feldspäte
bin ich das häufigste Mineral der Erdkruste.
Du kannst mich also auf der ganzen Welt finden.

Ich bin Bestandteil vieler Gesteine, wie zum Beispiel
Granit, Rhyolith, Gneis, Sandstein oder Quarzit.

Schöne Kristalle wachsen in Klüften,
wie zum Beispiel Bergkristall. Klüfte sind Spalten,
die bei der Gebirgsbildung aufbrechen.
Hydrothermale Gänge entstehen aus
heißen, wässrigen Lösungen, die aus der Tiefe
an die Erdoberfläche steigen. Dabei kühlen sie ab
und kristallisieren aus.
Dort findest Du mich häufig mit den Mineralen
Fluorit (Flussspat), Calcit (Kalkspat), Baryt (Schwerspat),
Galenit (Bleiglanz), Sphalerit (Zinkblende)
oder Pyrit (Katzengold).

Härte

Ich bin härter als Dein Fingernagel.
Du kannst mich nicht zerkratzen.

Ich bin ungefähr so hart wie Glas.
Das kannst Du mit einem Quarz gerade so zerkratzen.

Willst Du mehr über die Härteskala nach Mohs wissen,
dann schau doch mal beim Steckbrief des Fluorits nach.

Spaltbarkeit/Bruch

Ich habe keine Spaltbarkeit, zeige aber einen tollen Bruch.

Schlägst Du mit dem Hammer auf ein Stück Quarz,
entstehen gewölbte Bruchstücke mit ringförmigen Linien.
Weil die Bruchfläche aussieht aus wie der Abdruck einer Muschel, nennt man das muschliger Bruch.

Verwendung

Ohne mein Silizium gäbe es weder Computerchips noch Solarzellen. Für die Elektronikindustrie bin ich quasi unverzichtbar.

Ich bin Rohstoff für zur Herstellung von Glas und Keramik.

Mikroskope oder Fernrohre besitzen Linsen aus Quarz.
Glaslinsen und Fensterscheiben filtern ultraviolettes Licht.

Quarz kann auch gezüchtet werden. Den nimmt man zum Beispiel als Schwingquarz in der Quarzuhr.

Und natürlich stellt man bereits
seit vielen tausend Jahren Schmuck aus mir her.
Sogar in Königskronen bin ich oft zu finden.