![]() Das Schloß Freudenstein im Jahre 1772. ![]() Der Herold zu Freiberg vor dem restaurierten Schloss Freudenstein (Foto: Detlef Müller) SchlossgeschichteDie erste Burg (1175/1177) Residenz von Herzog Heinrich dem Frommen (1505 - 1539) Ein Neubau als Renaissanceschloss (1566 - 1577) Mit der Bestimmung des Freiberger Doms zur Grablege der albertinischen Kurfürsten wuchs die Bedeutung des Schlosses. Das veranlasste Kurfürst August, den aus einer hochmittelalterlichen Burg hervorgegangen Gebäudekomplex abreißen zu lassen und das Schloss Freudenstein der Mode entsprechend im Renaissancestil neu aufzubauen.. Der Verfall des Schlosses (Ende 17. Jh./18. Jh.) Ab 1697 verloren der Freiberger Dom als Bestattungsort und damit auch das Schloss Freudenstein seine Bedeutung für das albertinische Herrscherhaus, da Kurfürst Friedrich August I. (der Starke) im Zuge der Erlangung der polnischen Krone zum Katholizismus konvertierte. Die Grablege erfolgte daraufhin in der Dresdner Hofkirche. Weniger Geld wurde in Reparaturen und Instandhaltungen investiert und so verfiel das Schloss langsam. Der letzte prominente Gast war Zar Peter I., der den Zustand des Schlosses 1750 als „baufällig“ bewertete. Als 1762 die letzte Schlacht des 7-jährigen Krieges bei Freiberg tobte, diente das Schloss erstmals als Gefängnis. Getreidespeicher und Bergmagazin (1784 - 1805) Im Jahr 1784 wurde die Schlossruine vom Militär übernommen und zum Getreidespeicher umgebaut. Durch zusätzlich eingebaute Geschosse sollte das Schloss seiner neuen Funktion gerecht werden. Die Umbaumaßnahmen führten zur völligen Zerstörung der Inneneinrichtung. In dieser Zeit erfolgte auch der Anbau des Bergmagazins. Die Wechselnde Nutzung im 19. und 20. Jh. „Stätte der gesellschaftlichen Begegnung"(1978 - 1990) Der Rat des Kreises und die Stadtverwaltung Freiberg beschlossen 1978, Schloss Freudenstein als „Stätte der gesellschaftlichen Begegnung" zu nutzen. Damit wäre die Restaurierung des Schlosses im Stil der Renaissance verbunden gewesen. Die gesellschaftlichen Veränderungen von 1990 führten zum vorzeitigen Abbruch dieser Maßnahmen. terra mineralia und Sächsisches Bergarchiv (ab 2003) 2003 beschloss die Stadt Freiberg im Einvernehmen mit der Sächsischen Staatsregierung, das Schloss zukünftig durch das Sächsische Bergarchiv und die TU Bergakademie Freiberg nutzen zu lassen. Ein Jahr darauf begannen umfassende Umbau- und Rekonstruktionsarbeiten, die mit der Eröffnung der terra mineralia im Oktober 2008 ihren Abschluss fanden. |












