Vorträge 2016

Das „Freiberger Kolloquium“ ist eine Vortragsreihe des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; des Sächsischen Oberbergamtes; des Geokompe-tenzzentrum Freiberg e.V., des Sächsischen Staatsarchivs/Bergarchiv Freiberg; der TU Bergakademie Freiberg und der terra mineralia.

Donnerstag, 23. Juni 2016, 19:30 Uhr

„Leben wir in einer neuen Eiszeit?“

Prof. Dr. Jörg F. W. Negendank, Geoforschungszentrum Potsdam
147. Freiberger Kolloquium, Achtung neuer Veranstaltungsort!
Senatssaal der TU Bergakademie Freiberg, Akademiestraße 6.

In 600 Millionen Jahren hat die Erde verschiedene Klimaphasen durchlaufen. Noch vor 20.000 Jahren lag Norddeutschland unter einer Eisdecke. Seit deren Abschmelzen vor 10.000 Jahren leben wir in einer Warmzeit. Man nennt das auch den letzten glazialen Zyklus von mehreren Zyklen seit 800.000 Jahren. Die Erde befindet sich dabei seit 2,8 Millionen Jahren in dem Sonderzustand, dass beide Polkappen vereist sind.

„Vereiste Pole hat es in der Erdgeschichte nur selten gegeben. Das ist für unser heutiges Klima nicht normal und deutet auf eine Eiszeit hin“, meint Prof. Negendank. Der Geowissenschaftler untersucht seit vielen Jahren die erdgeschichtliche Entwicklung unseres Klimas.

Zu Beginn der heutigen Warmzeit vor rund 11.0000 Jahren ist der Mensch sesshaft geworden (Landwirtschaft, Pflanzen- und Tierzucht) und beginnt mit der Atmosphäre zu interagieren, in dem er vor allem seit der industriellen Revolution die Zusammensetzung der Treibhausgase durch die Verbrennung der fossilen Kohlenwasserstoffe massiv klimawirksam verändert.

In den letzten 6.000 Jahren kühlt die Erde verbunden immer weiter ab. Dabei sind Klimawechsel zwischen wärmeren und kälteren Phasen zu beobachten. Um diese Wechsel zu verstehen, müssen die Forscher die unterschiedlichen Eiszeitzyklen untersuchen. Prof. Negendank stellt in seinem Vortrag Hypothesen für die Ursachen der Klimawechsel und die Nutzung der wichtigsten Archive zur Klimarekonstruktion vor.

Das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ erforscht als nationales Forschungszentrum für Geowissenschaften weltweit das "System Erde" mit den geologischen, physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen, die im Erdinneren und an der Oberfläche ablaufen. Es ist Teil der Helmholtz-Gemeinschaft und forscht programmorientiert innerhalb der Helmholtz-Forschungsbereiche Erde und Umwelt und Energie.

Donnerstag, 15. September 2016, 19:30 Uhr

„Neue Wege zur Bereitstellung von Originalgesteinen für die Baudenkmalerhaltung –
Wiedererschließung alter Steinbruchreviere in Baden-Württemberg“

Dr. Wolfgang Werner, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i.Br.
148. Freiberger Kolloquium, Achtung neuer Veranstaltungsort!
Senatssaal der TU Bergakademie Freiberg, Akademiestraße 6.

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19:30 Uhr

„Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge: Wie geht’s weiter?“

Prof. Dr. Helmuth Albrecht, TU Bergakademie Freiberg,
Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte
149. Freiberger Kolloquium, Vortragssaal terra mineralia

Donnerstag, 24. November 2016, 19:30 Uhr

„725 Jahre Bergverwaltung in Sachsen und
25 Jahre Wiedergründung Sächsisches Oberbergamt“

Prof. Dr. Bernhard Cramer, Oberberghauptmann Sächsisches Oberbergamt
150. Freiberger Kolloquium, Vortragssaal terra mineralia