Montag, 25. Januar 2016, 16:00 Uhr

Methoden der Mineralogie – Polarisationsmikroskopie

Am 25. Januar 2016 trifft sich die Mineralgen AG – der Jugendklub der terra mineralia – zum ersten Mal im neuen Jahr. Im Institut für Mineralogie beschäftigen sich die jungen Forscher mit einem ganz besonderen Gerät – dem Polarisationsmikroskop. Ein Polarisationsmikroskop wird zur Untersuchung von Kristallen oder Mineralien eingesetzt. Die Funktionsweise des Polarisationsmikroskops beruht auf der unterschiedlichen Lichtbrechung der Minerale. Unter den Lichtfiltern des Mikroskops entstehen so verschiedene Farben, die sich ablesen, berechnen und messen lassen.

Im Wernerbau lernen die jungen Forscher an einem Granit, wie so ein Mikroskop funktioniert und aus welchen Mineralen bzw. Mineralgruppen das Gestein besteht. Aber ist das wirklich alles oder stecken noch mehr Minerale in diesem Gestein? Wie kann man sie sichtbar machen und voneinander unterscheiden? Die angehenden Mineralogen tauchen tief in die Gesteinskunde ein und entdecken dabei die Schönheit fast unsichtbarer Minerale.

Die „Mineralogen AG“ trifft sich um 16:00 Uhr an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 2 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Montag, 29. Februar 2016, 16:00 Uhr

Sachsens Hölle: Der Tharandter Wald

Am Montag, den 29. Februar 2016, widmet sich die Mineralogen AG, der Jugendklub der terra mineralia, ab 16 Uhr einer geologisch interessanten Region vor den Toren Freibergs. Im Mittelpunkt steht der Tharandter Wald und seine Entstehungsgeschichte.

Wie kommt es, dass Geologen im Tharandter Wald alle möglichen Gesteinsarten finden? Sie sind Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Der heute so idyllische Forst mit Wanderwegen, Lehrpfaden und Kurhotel war nämlich nicht immer so ruhig. Die Natur hat das Gebiet des Tharandter Waldes tief geprägt und seine Spuren hinterlassen.

Alles begann mit einer Vulkanexplosion vor rund 320 Millionen Jahren. Damals prägten Feuer, Asche und Lava die Entstehung des Gebietes. Im Lauf der Millionen Jahre flutete dann ein riesiges Meer die Landmasse. Davon zeugen Schwämme, Muscheln und Ammoniten, deren Überreste man noch heute finden kann. Vor ca. 400.000 Jahren brach die Eiszeit an, das ewige Eis brachte alles zum Erstarren. Die Gletscher haben damals ihre größte Ausdehnung in Nordeuropa erreicht.

Bei dem Treffen der Mineralogen AG lernen die Mitglieder die zerstörerische Kraft der Natur kennen und werfen einen Blick in die Erdgeschichte unserer Region. Außerdem erfahren sie, wie Geologen diese tiefgreifenden Veränderungen mit Hilfe von Gesteinen und Mineralen rekonstruieren können.

Die Teilnehmer der „Mineralogen AG“ treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 2 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Montag, 21. März 2016, 16:00 Uhr

Der Weg des Sandes

Am Montag, den 21. März 2016, folgen die Schüler der Mineralogen AG ab 16 Uhr in der terra mineralia dem Weg des Sandes.

Selbst riesige Gebirge zerfallen in Millionen von Jahren zu Sand und Staub. Aber was führt dazu? Welchen Einfluss nehmen Wetter, Pflanzen und Tiere oder sogar der Mensch auf den Zerfall von Gesteinen? Was verbirgt sich alles hinter dem Wort „Erosion“? Aus welchen Mineralen besteht Sand? Welche Gesteine entstehen aus ihm? Wie kann man an einem Sedimentgestein erkennen, wie dessen Sandkörner einst transportiert wurden? Flogen sie über Dünen hinweg, wurden sie durch gigantische Gletscher abgehobelt oder gar bei einer Flut davongespült? Neben all diesen Fragen, können sich Schülerinnen und Schüler der Mineralogen AG auch die umfangreiche Sammlung von Sandproben aus der ganzen Welt unter die Lupe nehmen.

Die Teilnehmer der „Mineralogen AG“ treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Montag, 25. April 2016. 16:00 Uhr

Heiß, heißer, magmatische Schmelzen

Am Montag, den 25. April geht es ab 16 Uhr in der Mineralogen AG heiß her. „Feldspat, Quarz und Glimmer – das vergess‘ ich nimmer.“ Hinter diesem kleinen Merksatz steckt mehr als nur das Gestein „Granit“. Wie kommt es dazu, dass diese drei Minerale das Gestein bilden? Warum tauchen sie so häufig zusammen auf? Die Ursache dafür lässt sich in magmatischen Schmelzen finden!

Unter einer Schmelze versteht ein Geologe eine fließfähige Masse geschmolzenen Gesteins – man kann auch Magma dazu sagen. Je nach Art des Magmas kann seine Temperatur 700°C bis 1250°C betragen. Doch die Minerale entstehen erst beim Abkühlen des Magmas. Sie sinken entweder durch die Schwerkraft nach unten oder steigen auf Grund ihrer geringeren Dichte nach oben. Diese „magmatische Differentiation“, die Trennung verschiedener Minerale, erzeugt die Vielfalt unserer magmatischen Gesteine. Um den Schülern zu zeigen, wie diese Trennung erfolgt, wird in der Mineralogen AG diesmal gekocht. Dabei steht „Zanzarelli“ – eine mittelalterliche Suppe aus Brühe, Semmelbröseln, Käse und Eiern – auf dem Speiseplan. Hier kann man gut sehen, wie sich während des Kochens die vorher vermischten Zutaten genau wie die Minerale wieder trennen.

Doch welchen Nutzen hat es, über solche Vorgänge in unserer Erde Bescheid zu wissen? Wenn man weiß, in welcher Phase es zur Bildung von Erzen kommt, kann man Lagerstätten schneller finden. Man kann auch erklären, wie es viele Kilometer unter unseren Füßen aussieht oder einmal ausgesehen hat, obwohl man nicht in unsere Erde hinein sehen kann. Auch die Wanderungen unserer Kontinente und ihrer Kollisionen lassen sich so besser verstehen.

Die Teilnehmer der „Mineralogen AG“ treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Pahoehoe Lava, Kilauea, Hawaii 2003, Photo: Hawaii Volcano Obervatory.

Montag, 30. Mai 2016, 16:00 Uhr

Verwandelte Gesteine – Metamorphite

Druck. Temperatur. Zeit. Mehr als diese drei Dinge braucht es nicht, um Gesteine umzuwandeln. Beim nächsten Treffen der Mineralogen AG, am Montag, 30. Mai um 16 Uhr in der terra mineralia, erfahren die Schüler mehr über ganz bestimmte Minerale und Gesteine, die durch Umwandlung bzw. Metamorphose entstehen.

Um die Umwandlung von Gesteinen einzuleiten, ist „Stress“ erforderlich. Darunter verstehen Geologen einen allseitigen Druck, der auf das Gestein und die Minerale ausgeübt wird. Mit der Temperatur verhält es sich leider nicht so einfach. Denn Gesteine verhalten sich nicht immer gleich, da sie aus verschiedenen Mineralen bestehen. Erwärmt man sie, ändern manche Minerale ihre Struktur, andere werden formbar oder lösen sich auf. Zu guter Letzt bleibt die Zeit. Mit ihr verhält es sich, wie sonst auch in der Geologie: Sie ist relativ! Jeder kennt das Problem aus der Küche. Backt man einen Kuchen eine halbe Stunde bei 150°C, bekommt man ein durchaus wohlschmeckendes Ergebnis. Versucht man hingegen dasselbe in der Hälfte der Zeit, aber mit doppelt hoher Temperatur, entsteht ein ungenießbarer Kuchen, der außen schwarz und innen roh ist. Bei den Gesteinen verhält es sich ähnlich. Höhe der Temperatur und Stärke des Druckes haben mehr Einfluss auf die Umwandlung als die Dauer.

Hinter all diesem wissenschaftlichen Gerede steht allerdings eins: wunderschöne Minerale und Gesteine! Seit Jahrtausenden fertigt man aus Marmor Denkmäler. Fachwerkhäuser werden mit Schieferschindeln verkleidet. Polierte Gneise oder der Zöblitzer Serpentin sind auf Grund ihrer einzigartigen Maserung gefragte Deko-Stücke. Darüber hinaus gibt es auch metamorphe Minerale, wie zum Beispiel Granate, die unter Juwelieren hoch im Kurs stehen.

Die Teilnehmer der „Mineralogen AG“ treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Foto: GeoMuseum Technische Universität Clausthal, Dr. Alfred K. Schuster.

Samstag, 11. Juni 2016

Exkursion

Liebe Eltern der „mineralinos“/Mineralogen AG,

am Samstag, 11. Juni 2016, möchten wir um 9:30 Uhr mit den Kindern der „mineralinos“/Mineralogen AG auf unsere Sommer-Exkursion gehen. In diesem Jahr fahren wir in das Besucherbergwerk in Lichtenberg ein, um dort untertage Minerale zu suchen.

Exkursionsdaten/Ablauf

9:30 Uhr  Treffen auf dem Parkplatz                                                            
                   gegenüber Zimmerei „Holzernstl“
  Dorfstraße 114a
  09638 Lichtenberg/Erzgebirge
9:45 Uhr gemeinsamer Gang zum Bergwerk
  (ca. 150 Meter vom Parkplatz entfernt)
10 Uhr Gruppe 1: (max. 10 Kinder): Einfahrt
  Gruppe 2: (max. 10 Kinder): Info- und Bastelstunde zu
  Bergbau im Mittelalter im Huthaus
11:30       Gruppe 1: (max. 10 Kinder): Info- und Bastelstunde zu
  Bergbau im Mittelalter im Huthaus
  Gruppe 2: (max. 10 Kinder): Einfahrt
13 Uhr Ende der Veranstaltung/Abholen der Kinder auf dem Parkplatz

 

 

 

     

                   

                  

                   

    

                 

 

Im Bergwerk sind Schutzjacke, Helm und Geleucht vorhanden. Für das Einfahren benötigt Ihr Kind daher noch folgende Sachen:

  • Verpflegung und vor allem viel zu trinken
  • Gummistiefel gefüttert oder mit dicken, warmen Socken
  • Matschhose bzw. lange Hose, die schmutzig werden kann
  • warme Jacke
  • kleiner Hammer und eine Schutzbrille
  • Verpackungsmaterial, wie alte Zeitungen oder Zellstoff
  • Zettel und Stift, um die Funde zu beschriften
  • Beutel/Korb

Ohne diese Dinge, darf Ihr Kind an der Exkursion nicht teilnehmen.

Die Führung untertage übernimmt Herr Fahndrich. Er wird von einem unserer Studenten unterstützt. Während Ihr Kind untertage ist, können Sie das Huthaus sowie ein kleines Bauernmuseum in einer Scheune besichtigen. Bitte informieren Sie Ihr Kind, dass es die Anweisungen der Betreuer genau befolgen muss.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 2 € pro Kind. Bitte melden Sie Ihr Kind an der Infotheke der terra mineralia (03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de) bis Mittwoch, 8. Juni 2016, an.

Mit freundlichem Glückauf!

Christina Seifert

Museumspädagogik/Veranstaltungen

Montag, 20. Juni 2016, 16:00 Uhr

Funde der Exkursion beschreiben

Die Exkursion führte die jungen Mineralogen ins Bergwerk in Lichtenberg im Erzgebirge. Dort haben die Kinder den „Trau auf Gott Erbstolln“ befahren. Sie haben dabei viele, schöne, buntgefärbte Fluorite und einige Quarze gefunden. Doch dafür war untertage harte Arbeit notwendig: Es wurde durch Wasser gewatet und über dreckige Halden gekrochen, um die besten Stücke zu finden. Die Teilnehmer erlebten Abenteuer wie echte Geologen im Gelände. Bereits beim Anschlagen untertage konnte man in den Fluoriten grüne und lilafarbige Bänder sehen, die von einer weißen Quarzschicht getrennt sind. Die Funde werden nun von den Jugendlichen mit Hilfe der Mikroskope in der „Forschungsreise“ – dem Wissenschaftszentrum der terra mineralia – genau untersucht. Natürlich ist auch die korrekte Beschriftung wichtig, damit die Stücke in die eigene Sammlung aufgenommen werden können.

Die Teilnehmer der Mineralogen AG dürfen aber auch andere eigene Funde mitbringen. Genau wie die Professoren Werner, Mohs und Co. werden sie die Minerale durch ihre Eigenschaften klassifizieren und ordnen. So findet der eine oder andere heraus, welche Schätze er oder sie bereits besitzt!

Die jungen Mineralogen treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Montag, 29. August 2016, 16:00 Uhr

Die moderne Wünschelrute: Geophysikalische Erkundungen

Vor hunderten von Jahren machten sich die Bergleute mit Wünschelruten auf die Suche nach neuen Erzvorkommen.
Und heute? Zum ersten Treffen der Mineralogen AG nach den Sommerferien erfahren die Schüler, mit welchen Methoden Geophysiker neue Lagerstätten finden.

Und vor tausenden von Jahren war es noch einfacher! Man lief durchs Gelände und sammelte alles, was man finden konnte. Über die Ägypter sagt man, dass sie einen schweren metallischen Brocken in der Wüste fanden und ihn einschmolzen. Sie stellten fest, dass dieses Metall besser war als ihre Bronzewaffen. Heute vermutet man, dass es sich bei dem Brocken sogar um einen richtigen Meteoriten gehandelt haben könnte. Allerdings konnte man nicht alles aus dem kostbaren und vor allem seltenen Meteoriteneisen fertigen, man musste also „irdische“ Lagerstätten finden.

Heute haben wir Satelliten in der Erdumlaufbahn und große Sonden mit einer Vielzahl von Sensoren können mit
Drohnen oder Helikoptern über Gebiete geflogen werden, um sie zu erkunden. Sogar mit Hilfe von künstlich erzeugten Schwingungen und Elektrizität können Geologen und Geophysiker etwas über den Boden unter unseren Füßen sagen, ohne auch nur das kleinste Loch graben zu müssen. Mit Hilfe kleiner Experimente lernen die Schüler der Mineralogen AG diese Methoden näher kennen.

Die jungen Mineralogen der AG treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind
3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Geophysikalische Erkundung, Foto TU Bergakademie Freiberg, Öffentlichkeitsarbeit.

Montag, 26. September 2016, 16:00 Uhr

Kohlenstoff in Mineralen

Der Kohlenstoff gilt als Baustein des Lebens. Egal ob in Mensch, Tier oder Pflanze, ohne ihn wäre das Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Welche Rolle der Kohlenstoff in Mineralen wie Calcit, Malachit oder Diamant spielt, erfahren die Schüler der Mineralogen AG bei ihrem Treffen am Montag, den 26. September ab 16 Uhr.

Durch seine chemischen Eigenschaften tritt Kohlenstoff in vielen Formen auf. In reiner – man sagt auch gediegener Form – bildet er die Minerale Graphit oder Diamant. Beide spielen in unserer industrialisierten Welt eine entscheidende Rolle. Verbunden mit anderen Elementen, bildet er die Gruppe der Karbonate. Dazu zählen zum Beispiel der grüne Malachit oder der blaue Azurit, aber auch die weißen Minerale Calcit und Dolomit.

Bereits die Ägypter und Römer wussten die kohlenstoffhaltigen Minerale und Gesteine zu nutzen. Mit Kalkstein, der hauptsächlich aus den Karbonaten Calcit und Aragonit besteht, bauten sie Pyramiden. Die Römer nutzten eine Mischung aus Sand, Kies und Kalk, um Beton herzustellen. Und im 21. Jahrhundert bohrt und gräbt sich der Mensch durch Millionen von Jahren der Erdgeschichte auf der Suche nach Erdöl, Erdgas und Kohle.

Was aber nun genau nötig ist, um Minerale, Gesteine und sogar Leben aus dem Element Kohlenstoff entstehen zu lassen, erfahren die Teilnehmer der Mineralogen AG in der terra mineralia. Die Kinder treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Montag, 24. Oktober 2016, 16:00 Uhr

Indium und Germanium – Freiberger Elemente

Feuer, Erde, Wasser, Luft – damit fing es einmal an. Seit Platon diese vier Elemente benannte – nach seiner Theorie die kleinsten Bausteine allen Seins, hat sich Einiges getan. Mittlerweile sind 118 Elemente bekannt und es ist nicht ausgeschlossen, dass es noch mehr werden. Die Schüler der Mineralogen AG erfahren am Montag, 24. Oktober ab 16 Uhr zunächst mehr über die beiden Elemente, die hier bei uns an der TU Bergakademie Freiberg entdeckt worden sind.

Im Mineral Sphalerit, der Zinkblende, fanden die Chemiker Ferdinand Reich und Theodor Richter 1863 das Element Indium. Mehr als 20 Jahre später konnte Clemens Winkler in dem Silbermineral Argyrodit, das ebenfalls in Freiberg zum ersten Mal beschrieben worden ist, das Element Germanium nachweisen. Beide Elemente wurden in Mineralen aus dem Freiberger Revier entdeckt.

Heute haben sie diese Elemente eine große wirtschaftliche Bedeutung: Ohne Indium gäbe es keine Touchscreens oder Flachbildschirme. Germanium findet seinen Einsatz in der Halbleitertechnik, in Glasfaserkabeln oder auch bei der Herstellung von Nachtsichtgeräten. Da die technischen Entwicklungen immer raffinierter werden, wachsen die Einsatzmöglichkeiten beider Elemente und somit auch ihr Weltmarktpreis.

Welche Minerale man sammeln muss, um das Taschengeld aufzubessern und wie man Indium oder Germanium aus den Mineralen heraus bekommt, das erfahren die Teilnehmer der Mineralogen AG in der terra mineralia. Die Schüler treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.

Montag, 28. November 2016, 16:00 Uhr

Die Elemente der Seltenen Erden

Auf der Reise durch das Periodensystem der Elemente treffen die Teilnehmer der Mineralogen AG am Montag, 28. November ab 16 Uhr auf die Seltenen Erden Elemente. Jeder kennt sie, jeder hat schon mal von ihnen gehört. Aber was genau macht die Gruppe von diesen 17 Metallen so besonders? Wofür braucht man sie und sind sie wirklich so selten?

Sie tragen oft wohlklingende Namen wie Promethium, benannt nach einem Titanen oder Praseodym, übersetzt „grüner Zwilling“. In geringen Anteilen stecken diese Elemente in mehreren Mineralen.

Ihr Potenzial ist groß: Elemente der Seltenen Erden werden vor allem in elektronischen Geräten benötigt. Die Gewinnung von „grünem Strom“ wäre ohne diese Elemente kaum machbar. Denn sie werden z.B. in Windkraftanlagen verbaut. Allerdings ist ihre Gewinnung und Herstellung teilweise alles andere als „grün“.

Beim Treffen der Mineralogen AG lernen die Teilnehmer diesmal eine besondere Gruppe von Elementen kennen, die zwar unscheinbar sind, aber in unserer heutigen Zeit eine enorm wichtige Rolle spielen. Die Kinder treffen sich an der Kasse der terra mineralia im Schloss Freudenstein. Weitere Informationen erteilt die Infotheke: 03731 394654 oder fuehrungen@terra-mineralia.de. Teilnahmegebühr pro Kind 3 Euro oder kostenlos mit der Jahreskarte.