Komm mit auf eine Forschungsreise um die Welt!

In der „Forschungsreise“, dem Mitmach-Labor der terra mineralia, entdecken Schüler und Studenten ihre Begeisterung für Naturwissenschaften. Studierende der TU Bergakademie Freiberg helfen den Schülern, während der einzelnen Programme die mineralogischen und geologischen Wissenschaften auf spannende Weise kennenzulernen. Neben verschiedenen Mikroskopen, einer Dichtewaage und sogar einem Rasterelektronenmikroskop stehen in der „Forschungsreise“ viele Minerale und Gesteine zum Anfassen und Untersuchen bereit.

Öffnungszeiten "Forschungsreise" (Mitmach-Labor)

Samstag - Sonntag 11:00 - 17:00 Uhr

Experimente des Monats im Jahr 2018

Wenn kein Ferienprogramm stattfindet, wartet an den Wochenenden in der „Forschungsreise“, dem Mitmach-Labor der terra mineralia, das Experiment des Monats auf Dich. Hier kannst Du den Studierenden der TU Bergakademie Freiberg bei spannenden Experimenten helfen. Außerhalb der Schulferien, immer samstags und sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr.

Januar: Diamant

Der Diamant ist der wohl bekannteste Edelstein der Welt, denn er funkelt und strahlt heller als alle anderen Edelsteine. Dabei besteht er lediglich aus Kohlenstoff, einem Element, aus dem auch wir Menschen gemacht sind. Hast Du gewusst, dass Diamanten nur 150 Kilometer tief in der Erde entstehen können? Die Studierenden der TU Bergakademie Freiberg erklären Dir im Januar, was genau tief in der Erde passiert, damit aus dem Kohlenstoff ein Diamant entsteht. Doch Diamanten sind nicht nur wunderschön, sie sind auch die härtesten Minerale der Welt. Zum Experiment des Monats kannst Du den Diamanten näher kennenlernen und selbst untersuchen: Du kannst Diamanten wiegen, ihre Dichte bestimmen, mit dem Diamanttester ihre Echtheit überprüfen oder herausfinden, wozu man das härteste aller Minerale verwenden kann. Außerdem erfährst Du hier, wie man den Wert eines Diamanten bestimmt und in welche Formen man ihn schleifen kann.

März: Sedimente

Ein kleiner Kieselstein im Schuh, das Sandkorn im Auge oder der Staub auf der Straße – überall treffen wir in unserem Alltag auf kleine Steinchen. Geologen nennen diese kleinen Partikel Sedimente. Sie bedecken etwa 75 % der Erdoberfläche. Das heißt, der Großteil der Erdkruste, auf der wir laufen, besteht nicht aus erstarrtem, festem Gestein, sondern aus Ablagerungen von zerkleinertem Gesteinsmaterial. In Sandwüsten, bei Kieselsteinen in einem Fluss oder dem Sand im Meer wird das besonders deutlich. Doch wo kommen die kleinen Kieselsteinchen und die vielen Sande eigentlich her? Wie bewegen sich die Sedimente vom Ort ihrer Entstehung bis zum Ort der Ablagerung? Welche Gesteine entstehen aus den Sedimenten und welche Minerale kann man in ihnen finden? Zeichnungen, viele Handstücke und kleine Experimente veranschaulichen Dir das breitgefächerte Thema der Sedimente. Dabei kannst Du auch unsere stetig wachsende Sammlung der verschiedenen Sandarten betrachten. Unter dem Mikroskop erhältst Du Einblicke in die faszinierende Welt der Sandkörner.

April: Vulkanismus

In der „Forschungsreise“, dem Mitmach-Labor der terra mineralia, wird es heiß. Denn beim Experiment des Monats im April geht es um Vulkane. Durch die faszinierenden Feuerberge können neue Minerale, Gesteine und sogar ganze Gebirge entstehen. Mithilfe eines Kontinent-Puzzles erfährst Du, wo sich Vulkane befinden. So findest Du auch heraus, dass es verschiedene Arten von Vulkanen gibt. Jede Vulkanart zeigt ein typisches Ausbruchsverhalten. Mit Hilfe der „Vulkanpumpe“ kannst Du selbst ausprobieren, wie ein Vulkanausbruch abläuft. An den Vulkanen und um sie herum entstehen ganz typische Minerale und Gesteine: Bimssteine können schwimmen, Obsidian ist messerscharf und Schwefel stinkt. Wenn Du möchtest, kannst Du zum Schluss noch einen eigenen Vulkan basteln und mit nach Hause nehmen.

Juni: Bernstein

Wer mit offenen Augen und etwas Glück am Ostseestrand entlang geht, kann ihn vielleicht finden: den Bernstein. Er erscheint als weißlich bis honiggelber Kiesel, seltener grünlich oder rötlich. Schon für Römer und Wikinger war er begehrte Handelsware und ein wichtiger Schmuckstein. Aber wie erkennst Du einen Bernstein? Nur wer seine Eigenschaften kennt, kann ihn gut von Glasstückchen oder Steinen unterscheiden. Außerdem gibt es einige nützliche Tipps für die, die einen richtig großen Fund machen möchten. Vor allem aber kann solch ein kleiner Stein viele Geschichten erzählen. Welche das sind, erfährst Du im Juni im Mitmach-Labor der terra mineralia, der „Forschungsreise“.

September: Die fünf Sinne

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen, das sind unsere fünf Sinne. Mit Hilfe unserer Sinnesorgane nehmen wir die Reize aus unserer Umwelt war. Kommen diese im Gehirn an, entstehen daraus Bilder und Eindrücke aus der Welt um uns herum. Schöne Minerale, wie sie in der terra mineralia zu sehen sind, nehmen wir in erste Linie über das Sehen war. Doch es geht auch anders ... Im Monat September warten viele Minerale und Gesteine auf Dich, die Du mit allen Sinnen erforschen darfst. Doch was kann man an einem Mineral hören? Die terra mineralia besitzt ein Lithophon, mit dem man „musizieren“ kann. Dieses Instrument funktioniert wie ein Xylophon und besteht aus vulkanisch entstandenen Gesteinen. Dann gibt es Minerale, die einen typischen Geruch verströmen. Dazu gehört z.B. der Schwefel. Der Halit bzw. Steinsalz oder Sylvin können hingegen über ihren Geschmack erkannt werden. Einige feine Korngrößen werden von Wissenschaftlern im Gelände, wenn keine genaueren Messgeräte vorhanden sind, „erschmeckt“. So können Tone, Schluffe oder feiner Sand unterschieden werden. Und auch unser Tastsinn ist sehr wichtig. Denn einige Minerale fühlen sich fettig, speckig, glatt, rau oder scharfkantig an.

November: Deep Impact

In der terra mineralia werden oft Funde abgegeben, die Meteoriten verdächtig ähnlich sehen. Im November kannst Du drei dieser Funde selbst untersuchen. Dabei lernst Du spielerisch, welche Eigenschaften Meteoriten haben und wie sie aufgebaut sind. Eisenmeteorite sind zum Beispiel magnetisch und enthalten Nickel, was man sogar ganz einfach testen kann. Noch viel spannender ist die Frage, woher aus dem Weltall die Himmelsboten kommen und wie sie ihren Weg auf die Erde finden. Je nach Größe des Meteoriten geht dies mit einem Einschlag einher. Den bezeichnen Wissenschaftler als Impakt. Aber welche Folgen haben Impakte? Und welche Spuren können wir davon heute noch entdecken? Studierende der TU Bergakademie Freiberg geben Antwort auf diese Fragen und haben dazu Experimente aufgebaut, die Du natürlich selbst ausprobieren darfst.

Dezember: Fluoreszenz

Minerale haben unterschiedlichste Farben, die man auf den ersten Blick erkennt. Doch bestimmte Minerale bergen ein farbiges „Geheimnis“, das sie nur unter besonderem Licht preisgeben. Sie zeigen ein geradezu magisches Leuchten, wenn sie mit ultraviolettem Licht bestrahlt werden. Diesen Effekt kann man aber auch bei Lebewesen wie Skorpionen, Glühwürmchen oder sogar im Waschpulver beobachten. Ultraviolettes Licht ist sehr reich an Energie. Menschen können es nicht sehen, spüren es aber auf der Haut, denn es verursacht Sonnenbrand. In der „Forschungsreise“ – dem Mitmach-Labor der terra mineralia – zeigen die Studierenden der TU Bergakademie Freiberg im Dezember Experimente zur Fluoreszenz. Dabei wird zunächst erläutert, wo und wie dieser schön anzusehende Effekt im Mineral entsteht. Anschließend kannst Du Minerale mit einer UV-Taschenlampe bestrahlen und herauszufinden, in welcher Farbe sie leuchten. In Experimenten wird außerdem gezeigt, wie man Eier, Äste von Kastanien oder Pudding zum Leuchten bringen kann. Selbst an einem Skorpion, dem Getränk „Bitter Lemon“ oder Geldscheinen kann man die Fluoreszenz entdecken.

Stereomikroskopie

Dem Besucher stehen fünf Stereomikroskope zur Verfügung, unter denen bereitgestellte Sande, Minerale und Gesteine aus der Nähe betrachtet werden können. Gerne können auch eigene Proben untersucht werden.

Rasterelektronenmikroskop

Hier können Sie sich die Funktionsweise eines Rasterelektronenmikroskops erklären lassen und Studenten bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Lichtmikroskope mit Kameras

In der "Forschungsreise" stehen drei leistungsstarke Lichtmikroskope zur Verfügung, mit deren Hilfe eigene Proben am Computerbildschirm betrachtet werden können. Außerdem können mit Hilfe dieser Kameras Minerale fotografiert  und dreidimensionale Abbildungen der Minerale erzeugt werden. Die Fotos können auch ausgedruckt werden. (Laserfarbdruck: 20 Cent, hochqualitativer Fotoausdruck 2 €).

3D-Diashow

Bei dieser Diashow sehen die Besucher Mineralien oder in Bernstein eingeschlossene Insekten als dreidimensionale Abbildungen. Nach Voranmeldung können unsere Mitarbeiter für Sie hier auch Aufnahmen von eigenen Proben anfertigen.

Klötzchenkunde

Minerale treten in einer Vielzahl von Formen auf. In der sogenannten „Klötzchenkunde" können Sie anhand von Holzmodellen die verschiedensten Kristallformen betrachten. Die Kristalle werden in die sieben Kristallsysteme (kubisch, hexagonal, trigonal, tetragonal, rhombisch, monoklin und triklin) unterteilt. Unsere Mitarbeiter erklären Ihnen unter anderem mit Hilfe von Atommodellen den Zusammenhang zwischen Struktur und Kristallform.

Strichfarbe

Die Bestimmung der Strichfarbe ist der erste Schritt zur Bestimmung eines unbekannten Minerals. Hier können Sie mit Hilfe einer Übungssammlung selber die Strichfarbe von verschiedenen Mineralen testen. Außerdem werden Sie die Antwort auf die Frage finden, ob die Farbe eines Minerals und die Strichfarbe übereinstimmen.

Härte

Neben der Strichfarbe ist die Härteskala die wohl meist genutzte Bestimmungshilfe. An dieser Station wird Ihnen die Nutzung der Härteskala nach MOHS erklärt. Das neu erlernte Wissen kann an verschiedenen Übungsmineralen umgesetzt werden.

Gesteinskreislauf

Diese Übungssammlung zeigt eine Vielzahl verschiedener Gesteine. Hier wird der Unterschied von magmatischen, metamorphen und Sedimentgesteinen erklärt, wie diese entstehen und woran man sie erkennen kann.

Fluoreszenz

In der "Reise ins Licht", der Fluoreszenzkammer, können Sie erleben, welche Minerale unter UV-Bestrahlung leuchten, welche Farben sie annehmen und unter welcher UV-Strahlung das Leuchten zu beobachten ist. Unsere Mitarbeiter erklären Ihnen gerne die Ursachen für Fluoreszenz.

Bibliothek

Die "Forschungsreise" beherbergt auch eine kleine Bibliothek zum Thema Minerale und Gesteine. Gerne können Sie sich selbst weiterbilden mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Bücher und Fachzeitschriften.