Vergangene Ferien 2011

Herbstferien
15. - 31. Oktober 2011, 10:00 - 17:00 Uhr

CSI: Freiberg – Ein Mordfall in der terra mineralia

Jeden Morgen um 6 Uhr beginnt der Wachleiter der terra mineralia seinen Rundgang durch die Mineralienausstellung im Schloss Freudenstein. Er öffnet die Saaltüren, schaltet die Vitrinenbeleuchtung an und kontrolliert, ob alles funktionstüchtig ist. Im Europasaal angekommen, entdeckt er etwas Schreckliches: auf dem Boden liegt ein Toter, schwarz gekleidet und mit einem Bergsteigergurt um die Hüften. Eine Vitrine ist zerstört und es fehlt eine wertvolle Mineralstufe. Noch unter Schock stehend, ruft der Wachleiter die Polizei, die den Tatort absichert. Herbstzeit ist üblicherweise Krimizeit. Regen, Wind, Kälte und folglich lange Abende zu Hause – all dies verleitet uns dazu, einen guten Krimi zu lesen. In der terra mineralia können interessierte Besucher einen Kriminalfall selbst lösen und zwar mit Hilfe der Mineralogie. Die „Forschungsreise“, das Wissenschaftszentrum der Ausstellung der TU Bergakademie Freiberg, verwandelt sich daher in der Herbstferienzeit vom 15. bis zum 31. Oktober in ein Kriminallabor. Bei der Erarbeitung des Programms waren Fachleute des Landeskriminalamtes Dresden behilflich. Denn es müssen Fingerabdrücke abgenommen und verglichen werden, Fußspuren sind auszuwerten und anhand von Sand- und Splittresten aus dem Schuhprofil kann man herausfinden, woher der Tote kam. Hinweise auf eventuelle Komplizen müssen durch den Vergleich von Haarproben und eine umfangreiche Recherche gefestigt werden. Doch am wichtigsten ist die Untersuchung der gestohlenen Mineralstufe, des corpus delicti. In der Kleidung des Toten wurden mineralische Rückstände gefunden, die am Rasterelektronenmikroskop in der „Forschungsreise“ untersucht werden. Die Auswertung wird Erstaunliches ergeben. Sie zeigt, dass in einer globalisierten Welt weit gedacht werden muss, denn die Spuren führen die jungen Kriminologen vom Europasaal und seinen Funden in der terra mineralia bis nach Übersee. Dort werden Rohstoffe abgebaut, deren Nachfrage ständig steigt und die daher für die industrielle Verwendung immer wichtiger werden. Es scheint ein Fall von Wirtschaftskriminalität zu sein, der mit Hilfe der Mineralogie aber zu knacken ist. Vielleicht entdeckt der eine oder andere junge Besucher dabei seine Begeisterung für die wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden …

Das Herbstferienprogramm „Ein Mordfall in der terra mineralia“ ist für Kinder ab 12 Jahren geeignet und kann täglich vom 15. bis zum 31. Oktober besucht werden. Mitmachen kann jeder, der schon immer mal das Handwerkzeug eines Kriminologen erlernen wollte. Die vielen Kinder im Grundschulalter, die traditionell die terra mineralia in den Ferien besuchen, werden aber nicht vergessen. Für sie wird im Vortragssaal eine Fossilienwerkstatt eingerichtet, in der man echte Fossilien präparieren kann. Mit einem Stichel kann man so seinen eigenen Ammoniten freilegen. Außerdem können noch Bernsteine geschliffen werden, sodass sie wunderbar glänzen. Die ganz kleinen Besucher dürfen bereits präparierten Ammoniten mit einer Messingbürste einen goldenen Schimmer verpassen.

Sommerferien
9. Juli - 21. August 2011, Do - So, 10:00 – 17:00 Uhr

Ferienprogramm zur Sonderausstellung "Fliegende Juwelen" (9. bis 31. Juli)

Abwechslungsreiches Ferienprogramm lockt Kinder und Familien ins Schloss Freudenstein Eine Reise in die bunte Welt der Minerale bietet die terra mineralia im Freiberger Schloss Freudenstein in den Sommerferien an. Und es gibt noch mehr zu sehen: Vom 9. bis 31. Juli können in der Sonderausstellung „Fliegende Juwelen“ betrachtet werden. Passend dazu erwartet die Mädchen und Jungen in der „Forschungsreise“ – dem Wissenschaftszentrum der terra mineralia – von Donnerstag bis Sonntag, 10-17 Uhr, ein buntes Programm. So können die Kinder auf einem kleinen Parcours selbst erleben, wie aus einem Ei ein Schmetterling wird. Außerdem gilt es zu entdecken, ob ein Schmetterling Ohren hat und wie er sieht. Warum sind eigentlich Insekten so bunt wie Minerale und wie orientieren sich die kleinen „Flieger“ sind weitere Fragen, die man erforschen kann.

Schatzsuche und Goldwaschen wie im Wilden Westen (1. bis 21. August)

Der Wilde Westen steht im Mittelpunkt des neuen Ferienprogramms der terra mineralia im Schloss Freudenstein: Vom 1. bis 21. August, jeweils Dienstag bis Donnerstag und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr, gibt es in der terra mineralia, der Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg für Mädchen und Jungen von 8 bis 12 Jahren eine Schatzsuche der besonderen Art. Auf die Suche nach „Gediegenen Elementen" können sich die Kinder mit einer echten Schatzkarte wie aus dem Wilden Westen in der größten Mineralienausstellung in Deutschland begeben. Gediegene Elemente sind chemische Elemente, die in ihrer reinen Form in der Natur vorkommen. Und das ein oder andere kostbare Stück verbirgt sich in den Vitrinen der Ausstellung. Neben Gold und Silber sind es auch Minerale wie Diamant, Graphit, Schwefel oder Kupfer, die in der terra mineralia gezeigt und von den Kindern entdeckt werden können. Haben die Kinder alle Stücke gefunden, führt sie die Schatzkarte in die „Forschungsreise" - das „Wissenschaftszentrum" der Mineralienschau. Hier kann zu jedem Fund auf der Schatzkarte ein spannendes Experiment durchgeführt werden. Dabei lernen die Kinder, warum Kupfer, Silber und Gold nicht nur Edelmetalle, sondern auch Minerale sind, wie wunderschön Kohlenstoff aussehen kann und warum Schwefel einen ganz bestimmten Geruch hat. Als Belohnung der Schatzsuche steht am Ende ein Gold- und Silberschatz, doch dazu müssen die Schatzsucher eine Kupfermünze auf eine geheimnisvolle Weise verwandeln. Wie im Wilden Westen können die Mädchen und Jungen zusätzlich auf dem Schlosshof lernen, wie man richtiges Gold wäscht. Am Ende bekommt jeder den echten Goldwäscherpass der terra mineralia. Das Programm zu den „Gediegenen Elementen - Schatzsuche und Goldwaschen" findet immer Dienstag bis Donnerstag sowie am Wochenende von 10 bis 17 Uhr statt.

Osterferien
22. - 30. April 2011, 10:00 - 17:00 Uhr

Farbenfrohe Experimente und Minerale auf Hochglanz schleifen

Vom 22. bis 30. April 2011 können Besucher in der terra mineralia Steine und Minerale auf Hochglanz putzen. Schritt für Schritt wird vor allem den Mädchen und Jungen erklärt, wie sie mittels Glasscheibe und Polierpaste das Innere der Steine zum Leuchten bringen können. Bei schönem Wetter wird das Schleifen auf dem Schlosshof stattfinden. Gäste der terra mineralia erhalten dabei mit ihrem Ticket den reduzierten Preis für den Schleifkurs und dürfen das Mineral mitnehmen. Den Schleifkurs leitet erneut Uwe Thonfeld von „Tonis Haus der Steine".Er bringt auch seine Steinsäge mit, so dass eigene Funde aufgesägt, geschliffen und anschließend poliert werden können. Wer keine eigenen Steine zum Schleifen hat, der kann einen der wunderschönen Achate schleifen und sich am Ende von dessen tollen Farben und Mustern verzaubern lassen. Kinder- und Hortgruppen werden gebeten, sich zum Schleifen anzumelden (Kosten: 0,50 €/Kind). Dazu kann eine spannende Führung durch die terra mineralia oder durch die Sonderausstellung „Fliegende Juwelen" gebucht werden. Die „Fliegenden Juwelen" der Sonderausstellung sind dann ab 23. April Montag bis Freitag von 9 - 17 Uhr und am Wochenende von 9 - 18 Uhr zu bewundern. Passend dazu gibt es während der Osterferien in der „Forschungsreise" Experimente rund um das Thema Farben und Insekten. Gleichzeitig gibt es Antwort auf folgende Fragen: Woher kommen Farben und kann man mit ihnen zaubern? Warum besitzen Mineral und Lebewesen gleiche Farben? Weshalb sind Schmetterlinge bunt und wie kommt die Farbe auf ihre Flügel?

Winterferien
12. - 27. Februar 2011, 10:00 - 17:00 Uhr

Eiszeit: Von der Schneeflocke zum Gletscher

Das Winterferienprogramm der terra mineralia vom 12. - 27. Februar 2011 dreht sich in diesem Jahr um die Eiszeit. Doch was hat Eis mit einer Mineraliensammlung zu tun? Nur wenige wissen, dass Eis und damit auch die sechseckigen Schneeflocken als Mineral zählen, Wasser hingegen nicht. Die Mädchen und Jungen begeben sich in der terra mineralia auf eine mystische eiszeitliche Spurensuche. Welche Minerale werden sie dabei entdecken? Welche Farben verbergen sich dahinter? Der Rundgang durch die Ausstellung endet in der „Forschungsreise" - dem Wissenschaftszentrum der terra mineralia. Dort warten schon die Studenten der TU Bergakademie Freiberg in eiszeitlicher Verkleidung, um den Kindern alles über die Eiszeit und deren Bewohner zu erklären. Die kleinen Besucher können hier mit Mineral- und Pigmentfarben ihre eigene Höhlenmalerei gestalten. Wer es schafft, eines der eingefroren Minerale aus dem Eis zu lösen, der kann es in der „Forschungsreise" selbst bestimmen. Mit großem Aufwand haben die Studenten zudem Modelle entwickelt, die anschaulich den Aufbau und die Bewegungen eines Gletschers zeigen. An Hand der Modelle wird erklärt, wie aus einer winzigen Schneeflocke ein riesiger Gletscher entstehen kann und welche Veränderungen er in der Landschaft hinterlässt. Am Ende eines aufregenden Rundganges ist ein Abstecher in die Bastelhöhle Pflicht. Hier können sich die Kinder um ein Lagerfeuer scharen und ihren eigenen Schmuck aus fossilen Haifischzähnen oder Obsidianpfeilspitzen herstellen. Passend zum Thema Eiszeit flimmert als Extra-Angebot an drei Sonnabenden jeweils um 14 Uhr ein Teil der beliebten Zeichentrickfilm-Trilogie „Ice-Age" über die Leinwand.