KRISTALLMAGIE
Verborgener Zauber dunkler Turmaline

10. Juni – 25. September 2016

Schon seit Jahrhunderten begeistern die bunten Turmalinvarianten wie Rubellit, Verdelith oder Indigolith mit ihren intensiven Farben als Sammlungsobjekte oder Schmucksteine. Erst vor wenigen Jahren wurde entdeckt, dass die sehr häufige, rein äußerlich pechschwarz erscheinende Turmalinart  „Schörl“ auch bunt wird, wenn man sie nur dünn genug schleift. Und zudem findet man in diesen Kristallen oft wundervolle Feinstrukturen von bestechender Präzision und überraschender Farbbrillanz. Es ist jedes Mal ein magischer Akt, wenn eine schwarze Kristallscheibe beim Schleifen immer transparenter und farbiger wird und dann ihre einzigartige Struktur zu erkennen gibt.

Mit Hilfe der Mikrofotografie gelang es Dr. Paul Rustemeyer, die traumhaft schöne neue Welt der Kristallbilder einzufangen und mineralogisch zu interpretieren. Viele der neu entdeckten Strukturen erlauben wie eine Röntgenaufnahme Einblicke in das Innere der Turmalinkristalle und die zahlreichen, in ihnen gespeicherten kristallografischen Informationen.

Da Turmalinkristalle lehrbuchartig nahezu alle an Kristallen vorkommenden Erscheinungen zeigen, gibt die Ausstellung darüber hinaus einen Einblick in das Wesen der Kristalle ganz allgemein. Die fantastischen Fotos machen die Ausstellung zu einer Augenweide. Sie verbinden künstlerischen Anspruch und Ästhetik mit wissenschaftlicher Aussage.

So wird in dieser Ausstellung ein Bogen gezogen von der geradezu meditativen Betrachtung einmaliger großformatiger Turmalinbilder bis hin zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Wachstum der Kristalle.

Der Ausstellungsmacher Dr. Paul Rustemeyer ist Chemiker, von seiner Jugend an eifriger Mineraliensammler und -fotograf. Seit 35 Jahren vermittelt er mineralogisches Fachwissen auf allgemeinverständliche Art in Zeitschriften, Büchern und Vorträgen.

Öffnungszeiten Ausstellung
10. Juni – 25. September 2016
Mo–Fr 10–17 Uhr
Sa–So, feiertags 10–18 Uhr

Eintrittspreise (Kombiticket mit der terra mineralia)
Erwachsene 12,00 Euro
Schüler und Studenten 6,00 Euro
Familien 25,00 Euro
Erwachsenengruppen 9,00 Euro
Schüler- und Studentengruppen 5,00 Euro

Infotheke (erreichbar von Mo–Do, 10–15:30 Uhr)
Telefon 03731 394654
Fax 03731 394671
fuehrungen@terra-mineralia.de

Adresse
TU Bergakademie Freiberg
terra mineralia
Schloss Freudenstein
Schloßplatz 4
09599 Freiberg

"Gesichter des Kleinbergbaus – Geschichten aus der ganzen Welt"

24. Oktober 2016 - 8. Januar 2017

Am 24. Oktober eröffnet die terra mineralia die neue Sonderausstellung zum Thema Kleinbergbau. Mit 30 Fotos beleuchtet die Austellung "Gesichter des Kleinbergbaus – Geschichten aus der ganzen Welt" die vielen verschiedenen Facetten des Kleinbergbaus und zeigt die Gesichter dahinter.

Bergarbeiter, Goldsucher, Salzschürfer, Steinbrecher, Kohletagebauer, Edelsteintaucher, Mineralschleifer, Steinmetze – in ihren Händen liegt der Kleinbergbau. Allein bei den mineralischen Rohstoffen liegt der Anteil des Kleinbergbaus bei 15 bis 20 Prozent. Besonders verbreitet aber ist der Kleinbergbau bei der Gewinnung von ausgewählten Metallen, wie Gold, Chrom, Zinn und Tantal, das z. B. in Smartphones benötigt wird. Außerdem werden um die 10% der Diamanten und 80% der Schmucksteine, wie Mondstein, auf diese Weise gefördert. Derzeit arbeiten etwa 15 bis 30 Millionen Menschen weltweit im Kleinbergbau und 80 bis 100 Millionen Menschen sind indirekt von ihm abhängig.

Gerade in Entwicklungsländern ist er aufgrund der geringen Mechanisierung weit verbreitet und steht oft in Verbindung mit der Gewinnung von sogenannten Konfliktmineralen wie Gold, Wolframit, Cassiterit und Coltan sowie die bekannten „Blutdiamanten“.

Da der Abbau handwerklich erfolgt, kommen auf diese Weise auch gut erhaltene Sammlerstufen aus versteckten Drusen zum Vorschein, die große Maschinen oftmals einfach zerstören. Die Arbeiter benutzen dabei eine sehr einfache Ausrüstung, die selbst repariert oder sogar selbst gebaut werden muss. Die Vielfalt der Werkzeuge reicht von der Spitzhacke über elektrische Bohrmaschine bis hin zu Kerzen und Solarleuchten.

In der Sonderausstellung „Gesichter des Kleinbergbaus – Geschichten aus der ganzen Welt“ werden die vielen verschiedenen Facetten aufgezeigt. Die insgesamt 30 Fotografien stammen dabei maßgeblich von den beiden Fotografen Dr. Andreas Barth, Geschäftsführer der Beak Consultants GmbH in Freiberg, und Dr.-Ing. Jürgen Weyer, vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der TU Bergakademie Freiberg. Sie entstanden im Rahmen von Forschungsprojekten und Exkursionen und zeigen den Kleinbergbau in Ländern wie Ghana, Namibia, Tansania, Bolivien, China oder Myanmar.

Die Ausstellung "Gesichter des Kleinbergbaus – Geschichten aus der ganzen Welt" ist bis Anfang Januar 2017 in der terra mineralia zu sehen.

Öffnungszeiten Ausstellung

Mo–Fr 10–17 Uhr
Sa–So, feiertags 10–18 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 10,00 Euro
Schüler und Studenten 5,00 Euro
Familien 22,00 Euro
Erwachsenengruppen 8,00 Euro
Schüler- und Studentengruppen 4,00 Euro

Infotheke (erreichbar von Mo–Do, 10–15:30 Uhr)

Telefon 03731 394654
Fax 03731 394671
fuehrungen@terra-mineralia.de

Adresse

TU Bergakademie Freiberg
terra mineralia
Schloss Freudenstein
Schloßplatz 4
09599 Freiberg