Vergangene Sonderausstellungen 2015 - 2016

Fliegende Juwelen II

(2. April - verlängert bis zum 30. August 2015)

Samstag, 8. August 2015 (11, 13 und 15 Uhr)

Buchpräsentation und Signierstunde

Die bildgewaltige Sonderausstellung „Fliegenden Juwelen II“ hat ihren Weg auf das Papier gefunden. Am 8. August präsentieren die zwei Münchner Sammler erstmals den langersehnten neuen Bildband in der terra mineralia im Schloss Freudenstein.

Seit 2. April sind in der terra mineralia, der Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg, rund 300 „ungleiche“ Partner aus der belebten und der unbelebten Natur zu sehen: Minerale treffen dort auf Lebewesen mit verblüffend ähnlichen Farben und Mustern. Diese Eindrücke sind nun in einem exklusiven Bildband zur  Sonderausstellung „Fliegende Juwelen II“ festgehalten.

Am 8. August stellen die beiden Sammler Robert Jakob und Markus Klein aus München ihr neues Werk erstmals der Öffentlichkeit vor und lassen alle Interessierten an ihren Entdeckungen und Sammlererfahrungen teilhaben. Auf 144 Seiten gibt es eine fantastische Auswahl der faszinierenden neuen Sammelobjekte in höchster Druckqualität zu sehen. Seit ihrer ersten Sonderschau im Jahr 2011 haben die beiden Sammler ihr weltweit einzigartiges Mineralien-Insektarium beachtlich erweitert und verfeinert. Sie offenbaren eine noch größere Vielfalt an Mineralien und Lebewesen. Neben Käfern, Heuschrecken, Schmetterlingen und Faltern gibt es inzwischen auch Vögel und sogar eine Flugechse. „Die neue Sonderschau ist insgesamt künstlerischer“, stellt Markus Klein fest. Ein kleines Kunstwerk ist somit auch der neue Bildband, der ab sofort im Shop der terra mineralia erhältlich ist.

Die Buchpräsentationen am 8. August laufen jeweils um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr. Im Anschluss stehen die beiden Sammler und ihre Kollegen für Rundgänge und Signierwünsche zur Verfügung.

Sonderausstellung "Fliegende Juwelen II" bis zum 30. August verlängert!

Die bildgewaltige Sonderausstellung der terra mineralia geht in die Verlängerung: Die „Fliegenden Juwelen II“ verbleiben noch bis zum 30. August 2015 in der Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg im Schloss Freudenstein. So können vor allem Familien noch bis zum Ende der Sommerferien gemeinsam in den einmaligen Genuss der „Fliegenden Juwelen II“ kommen.

Es handelt sich um rund 300 „ungleiche“ Partner aus der belebten und der unbelebten Natur, die sich als 150 Paare zusammen gefunden haben. Sie ähneln einander in Farbe, Form, Muster, Zeichnung und Schattierung. So findet sich etwa das warme Rot einer Koralle aus dem Indischen Ozean in einem roten Edelfalter aus Afrika wieder. Der Smaragdbreitrachen, ein Sperlingsvogel aus Indonesien, verdankt seinen Namen der intensiv grünen Farbe seines Gefieders, das der Farbe des Smaragds ähnelt. Er steht in der Ausstellung gleich neben dem Vogel, stammt aber aus dem Ural in Russland. Auch der hellgelbe Schwefelstalaktit aus Indonesien passt optisch perfekt zum Gelb des Zitronenfalters, der uns in Europa und sogar in Nordafrika begegnet.

„Die Besucher sind von der Schönheit dieser exotischen Objekte so begeistert, dass wir beschlossen haben, ihnen noch bis zum Ende der großen Ferien die Möglichkeit zu bieten, sie bestaunen zu können“, sagt Anna Dziwetzki, Leiterin der terra mineralia. „Es ist sehr interessant zu sehen, dass Kinder die Zusammenstellung der Paare intuitiv verstehen. Die Ausstellung erschließt sich ihnen sofort. Sie sind begeistert und entdecken mit viel Freude die Gemeinsamkeiten zwischen den Exponaten“.

Mehrere tausend Besucher haben sich 2011 von der ersten Sonderschau der „Fliegenden Juwelen“ begeistern lassen. Die beiden Sammler, Robert Jakob und Markus Klein aus München, haben seitdem ihr weltweit einzigartiges Mineralien-Insektarium vervollständigt und viele weitere, perfekt zueinander passende Paare gefunden. Sie haben ein beeindruckendes Geschick darin, Verbindungen herzustellen zwischen organischen und anorganischen Objekten – zwischen Mineralen und Insekten. Die zweite Sonderschau mit den „Verwandten“ aus dem Tier- und dem Mineralienreich offenbart zunächst eine größere Vielfalt an Farben. Die Farben sind nuancierter, es gibt unzählige Beispiele für rote, gelbe, grüne und blaue Paare. Auch bei den Pendants aus dem Tierreich ist die Auswahl breitgefächerter, es gibt neben Insekten, also Schmetterlingen, viele Vögel, Echsen, sogar Muscheln. „Die Sonderschau ist insgesamt künstlerischer“, wie Markus Klein sagt, „wir geben den Besuchern auch kleine Rätsel auf, denn wir haben so genannte Suchbilder kreiert. Hier ist Geduld gefragt. Denn die Schmetterlinge sind direkt auf den Mineralen fixiert – man muss sie jetzt suchen.“

Anfang August wird schließlich auch die langersehnte Veröffentlichung des zweiten Bildbands gefeiert. Dieser ist im Shop der terra mineralia erhältlich und zeigt die Paare aus der zweiten Ausstellung, die dieses Jahr in der terra mineralia zum ersten Mal gezeigt wurde.

Die Natur als Künstlerin, egal ob bei den Mineralen oder den Insekten – davon können sich Besucher vom 2. April bis zum 30. August von Montag bis Freitag, 10 – 17 Uhr, am Wochenende und an allen Feiertagen bis 18 Uhr überzeugen. Der Eintritt kostet 6,00 Euro, in Kombination mit der terra mineralia 12,00 Euro. Im Preis inbegriffen ist eine bebilderte, populärwissenschaftliche Begleitbroschüre.

Führung durch die Sonderausstellung "Fliegende Juwelen II"

Eine Reise durch die beeindruckende Welt der Farben im Tier-­ und Mineralienreich. Entdecken Sie die Farben, Formen und  Strukturen der belebten und unbelebten Natur und genießen Sie die Ästhetik.

Dauer: ca. 1 Std., Kosten: 30,00 Euro (20,00 Euro für Schüler­ und  Studentengruppen) zzgl. Eintritt, Teilnehmer: max. 20.

„Der Bergbau und das "Weiße Gold"
Die Porzellansammlung-Middelschulte aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum

21. November 2015 - 28. Februar 2016

Sonderausstellung "Der Bergbau und das "Weiße Gold" - Die Sammlung Middelschulte aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum", 
21. November 2015 - 28. Februar 2016;  Foto: Tafelaufsatz, Meißen, Porzellan, Johann Joachim Kaendler und Johann Philipp Helmig, 1752 und 1900.

Bochum, Deutsches Bergbau-Museum, Achim und Beate Middelschulte Sammlung, Tafelaufsatz, Meißen, Porzellan, Johann Joachim Kaendler und Johann Philipp Helmig, 1752 und 1900.

Die terra mineralia präsentiert ab dem 21. November die weltgrößte Sammlung historischer Porzellane aus der Kollektion Middelschulte des Deutschen Bergbau-Museums Bochum. Die Sonderausstellung zeigt rund 100 auserlesene Stücke, vorwiegend aus Meissner Porzellan.

Die einzigartigen Kunstwerke spiegeln den sächsischen Bergbau in allen seinen Facetten wider. So zeigen wertvolles Geschirr, Krüge, Becher, dekorative Teller, Skulpturen und andere Unikate vor allem bergmännische Szenen, Bergleute in Paradeuniformen sowie Hütten- oder Schachtanlagen und Bergstadt-Ansichten.

„Wir freuen uns, zum Jubiläum der Universität diese exklusive Ausstellung der Sammlung Middelschulte in unseren Räumen der terra mineralia im Schloss Freudenstein zeigen zu können“, freut sich Leiterin Anna Dziwetzki. „Im Fokus der Schau stehen Porzellane aus dem 18. Jahrhundert, also Stücke, die damals in der Gründungszeit der TU Bergakademie Freiberg entstanden sind.“ Ihre Blütezeit hatten die Bergbaumotive von 1745 bis 1780.

Bereits im Jahr 620 stellten die Chinesen Porzellan her. Das weiße Gold war lange Zeit der Exportschlager aus Fernost an europäischen Fürsten- und Königshöfen. Die Rezeptur war nur in China bekannt und mehr als 1000 Jahre lang ein Geheimnis. Erst 1708 gelang es unter der Leitung des sächsischen Gelehrten Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttgers gemeinsam mit Berg- und Hüttenleuten aus dem Freiberger Revier weißes Porzellan herzustellen. Damit war der Grundstein der ersten europäischen Porzellanmanufaktur in Meißen gelegt. „Die Ausstellung vermittelt nicht nur Informationen zur Geschichte des Porzellans und seiner Herstellung, sondern zeigt auch die historisch gewachsene Verbindung zwischen dem Freiberger Bergbau und dem Meißner Porzellan“, so Dziwetzki. So lieferte der Bergbau zum Beispiel die Rohstoffe, insbesondere das Kaolin, ein weißes Gestein, das für die die weiße Farbe und die Festigkeit des Porzellans sorgt.

Die Geschichte der Meissner Porzellanmanufaktur ist eng mit der Entstehung der TU Bergakademie Freiberg verbunden. Ausgangspunkt dafür ist Bergrat Johann Friedrich Henkel. Er errichtete 1720 ein Laboratorium in Freiberg und experimentierte unter anderem an Techniken zur Porzellanherstellung. Zu seinen berühmtesten Schülern zählte Dimitri Iwanowitsch Vinogradov, der spätere Mitbegründer der Petersburger Porzellanmanufaktur. Auch die Freiberger Universität bildet Fachleute aus, zum Bespiel am Insitut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik, die unter anderem an der Porzellanherstellung beziehungsweise an der Entwicklung keramischer Werkstoffe arbeiten. 

Die Ausstellung ist vom 21. November 2015 bis 28. Februar 2016 täglich zu besichtigen.

Kontakt: fuehrungen@terra-mineralia.de; Telefon 03731  394654