Sonderausstellung 2012

"Freibergs Silber: Schweiß und Gier, Macht und Zier"

23. Juni - 7. Oktober 2012

850 Jahre Freiberg Silber in fünf Akten

Die Berg- und Universitätsstadt Freiberg wird in diesem Jahr 850 Jahre alt. In der langen Zeit ihres Bestehens wurden die Stadt, die Region und ganz Sachsen wesentlich von einem besonderen Element geprägt: dem Silber. Denn das Freiberger Silber war über viele Jahrhunderte der große Schatz Sachsens und seiner Fürsten. Für die Sonderausstellung „Freibergs Silber: Schweiß und Gier, Macht und Zier“ kommen nun
einige dieser Schätze nach Freiberg zurück.

Ganz Freiberg im Silberglanz

Vom 23. Juni bis 7. Oktober 2012 können Besucher aus nah und fern an fünf verschiedenen Ausstellungsorten Freibergs in die Welt des Silbers eintauchen, denn die einst so mächtige und bedeutende Bergstadt ist förmlich auf Silber „gebaut“. Es steckt sowohl im Untergrund der Stadt in Form von unzähligen Gängen, ist aber auch in ihren Häusern, Kirchen und Kunstwerken zu finden.

Fünf Orte – eine Ausstellung

Die terra mineralia, das Besucherbergwerk „Reiche Zeche“, der Dom „St. Marien“, das Bergarchiv Freiberg und das Stadt- und Bergbaumuseum stellen Silber in all seinen Facetten vor: Vom faszinierenden, vielseitig verwendeten Mineral über den jahrhundertealten Bergbau bis hin zu kostbaren Kunstschätzen.

Freibergs Silber: Schweiß und Gier, Macht und Zier

Mit 3 500 ausgestellten Mineralen, Edelsteinen und Meteoriten und mehr als 100 000 Besuchern pro Jahr ist die terra mineralia, eine Stiftungssammlung der TU Bergakademie Freiberg, die größte und mit Abstand schönste Mineralienausstellung in ganz Deutschland. Die faszinierende Sammlung befindet sich im Schloss Freudenstein, inmitten der Freiberger Altstadt. Ein wahrhaft historischer Ort, denn hier war einst die erste Münzprägestätte der Stadt untergebracht. Vom 23. Juni bis 7. Oktober 2012 glänzt das Schloss Freudenstein nun wieder silbern im Schein der Münzen, die hier einst geprägt wurden, der Silberminerale aus dem Freiberger Boden sowie der zahlreichen wertvollen silbernen Gegenstände.

Silberne Kostbarkeiten

Berühmte Silberminerale, wie der silberne „Korkenzieher“ aus den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden, der Saigerhüttenpokal aus dem Grünen Gewölbe; ein Münzschatz, gefunden im Kloster Altzella, aus dem Münzkabinett Dresden; Bürgersilber aus dem Schloßbergmuseum in Chemnitz; die Olympiamedaillen von Jens Weißflog sowie faszinierende Silberstufen aus den Mineraliensammlungen der TU Bergakademie Freiberg, aber auch von Privatsammlern, werden zu sehen sein.

Viel Spannendes rund um das Silber wird es auch für Kinder und Schüler zu entdecken geben: Taststationen, Scherenschnittfilm, Labor- und Märchenecke bis hin zur Münzpräge können ergründet und ausprobiert werden.

Silber früher und heute: vielseitig und alltäglich

Vor einigen Jahrhunderten hatten Menschen täglich Silber in der Hand – in Form von Münzen. Neben Schmuck war dies die bedeutendste Verwendung von Silber. Mit Entwicklung der Fotografie kam eine weitere Anwendung hinzu. Es ist noch nicht lange her, dass 80 % des Silbers in der Fotoindustrie gebraucht wurde. Und auch als Münze ist Silber nicht mehr wichtig. Trotzdem haben wir jeden Tag mit Silber zu tun. Es ist nicht nur der silberne Schmuck, den wir tragen. Nein. Wussten Sie, dass wenn Sie morgens den Lichtschalter betätigen, eine Silbermembran dafür sorgt, dass das Licht angeht? Weder Uhren noch Handys würden ohne Silber so gut funktionieren. Selbst wenn Sie in den Spiegel schauen, blicken Sie auf Silber. Silber umgibt uns überall.