SONDERAUSSTELLUNG „VIELFALT ZÄHLT!“
Eine Expedition durch die Biodiversität

Eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

18. September 2018 - 27. Januar 2019

Aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens gedenkt die terra mineralia ihrer Stifterin, Dr. Dr. h.c. Erika Pohl-Ströher, die eine promovierte Biologin war und widmet ihr die Ausstellung "Vielfalt zählt!".

Die Ausstellung ist eine multimediale und interaktive Expedition durch die faszinierende Vielfalt der Tierwelt, der Pflanzen- und Pilzarten sowie der Mikroorganismen. Diese biologische Vielfalt, kurz „Biodiversität“, ist die Grundlage allen Lebens. Doch die Umgestaltung der Erde durch den Menschen bedroht die Vielfalt der Arten. Über die Auswirkungen gibt es wenig gesichertes Wissen. Darum wollen Forscher die Biodiversität verstehen und Wege finden, sie zu erhalten. 

An zehn Stationen vermittelt die Wanderausstellung, was Biodiversität ist, wie sie erforscht wird und warum sie so wichtig und schützenswert ist. Über 50 Exponate und Medieninstallationen laden ein zum Beobachten, Mitmachen, Miterleben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt Biodiversitätsforschung in zahlreichen Forschungsprojekten. Mit der Wanderausstellung „VIELFALT ZÄHLT! Eine Expedition durch die Biodiversität“ erschließt die DFG die Biodiversität und ihre Erforschung der Öffentlichkeit und sensibilisiert durch eigenes Erleben für die Bedeutung der biologischen Vielfalt.

Zwischen Freiberg und der Antarktis: Ein fotografischer Blick auf die geologische Feldforschung

Neue Fotoausstellung ab dem 19. Juli 2018

Nach dem Erfolg der letztjährigen Fotoausstellung über die Gesichter des Kleinbergbaus präsentiert die terra mineralia, Dauerausstellung der TU Bergakademie Freiberg, nun eine zweite Fotoschau. Bei der Ausstellung „Zwischen Freiberg und der Antarktis: Ein fotografischer Blick auf die geologische Feldforschung“ geht es um die wissenschaftliche Arbeit im Gelände. Die Ausstellung mit rund 50 Fotos wird am 19. Juli eröffnet und ist bis Ende des Jahres zu sehen.

Die Studierenden und angehenden Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg und des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) waren an den entlegensten Orten auf der ganzen Welt. Ihre Exkursionen führten sie nach Marokko, Ägypten, Chile, USA, Schweden und sogar in die Antarktis. Die Fotografien stammen von Exkursionen und Expeditionen, die von den Professoren Christoph Breitkreuz, Olaf Elicki und Jörg Schneider und ihren Studierenden unternommen wurden sowie von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Petya Atanasova und dem Doktoranden Thomas Heinig.

Bereits seit über 100 Jahren sind Expeditionen, Geländearbeiten, Exkursionen und Feld-Praktika ein fester Bestandteil eines jeden Geologie-Studiums und wissenschaftlicher Arbeiten hier an der TU Bergakademie Freiberg und ebenso am 2011 gegründeten Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), das zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört und eng mit der Universität kooperiert.

In den ersten Feldpraktika üben sich die Studierenden im grundlegenden Umgang mit Hammer und Messlatte, um sich bei späteren Exkursionen der Herausforderung zu stellen, auch bei 40° C im Schatten, in einem unbekannten Land, konzentriert ihre Dokumentation zu Papier zu bringen. Den Höhepunkt einer solchen kostenintensiven und mit vielen, oftmals monatelangen, organisatorischen Vorarbeiten verbundenen Feldforschung bilden Expeditionen, die länger dauern. Mit einem sehr spezifischen Forschungsziel vor Augen, arbeiten Doktoranden und bereits renommierte Wissenschaftler dabei gemeinsam intensiv an einer geologischen Fragestellung, nicht selten in einer unwirtlichen Umgebung und mit unsicherem Ausgang.

Aber auch stärker wirtschaftlich orientierte Feldforschungen sind an der Tagesordnung, wie die Forschungsarbeit der Doktorandin Petya Atanasova vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) zeigt. In ihrer Forschungstätigkeit am HIF untersucht Petya Atanasova für ihre Doktorarbeit die schwedische Lagerstätte Norra Kärr. Für die Versorgung der EU spielt besonders Norra Kärr eine Rolle, da es eine der größten bisher entdeckten, potentiellen Lagerstätten in der EU mit Schweren Seltene Erden Elementen (SSEE) ist. . Bisher ist China der Hauptexporteur für die Seltenen Erden, die u.a. auch für Handys verwendet werden. Durch den Preisanstieg bei Seltenen Erden auf dem internationalen Markt im Jahr 2012 gewann die Forschung auf diesem Gebiet schlagartig an Bedeutung.